Klimaschwankungen sind nichts Ungewöhnliches in der Geschichte des Erdklimas. Auch im Laufe des vergangenen Jahrhunderts war eine Veränderung des Klimas - nämlich eine globale Erwärmung um 0,6° C - zu beobachten. Dieses Mal deutet allerdings erstmals alles darauf hin, dass wir Menschen diesen Anstieg durch die Nutzung fossiler Brennstoffe verursacht haben.
Bis zum Jahr 2100 kann von einem weiteren Anstieg der Temperatur um 1,4 bis 5,8° C ausgegangen werden - für Ost- und Südeuropa muss sogar mit noch höheren Werten gerechnet werden. Es drohen häufigere Überschwemmungen infolge starker Niederschläge, starker Stürme und eines Anstiegs des Meeresspiegels. Die Ernteerträge werden sich verändern und die Tierwelt wird sich den neuen Bedingungen anpassen müssen, indem sie in höher gelegene Gebiete im Norden abwandert. Die hohen Temperaturen im Sommer werden mehr Hitzeopfer fordern und die Zahl der von Insekten übertragenen Krankheiten in die Höhe schnellen lassen.
Die extremen Wettersituationen der jüngsten Vergangenheit haben wieder einmal gezeigt, wie empfindlich unsere Gesellschaft ist. Schätzungen zufolge sind über 20.000 Menschen der Hitzewelle des Jahres 2003 mit Temperaturen von über 40° C zum Opfer gefallen (Nature, Januar 2004). Ereignisse wie dieses machen deutlich: Wenn wir jetzt nicht handeln, werden die Folgen des Klimawandels für unsere Wirtschaft und für die Umwelt verheerend sein.
Was aber können wir gegen die Auswirkungen des Klimawandels tun? Jüngste Studien haben ergeben, dass wir selbst mit einer Verminderungspolitik, die eine Halbierung des Treibhausgasausstoßes bewirkt, die Folgen in den nächsten Jahrzehnten zu spüren bekommen werden. Verminderungsstrategien allein reichen also nicht länger aus, um uns vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen. Was wir zusätzlich brauchen, ist ein gewisses Maß der Anpassung.
Weitere Informationen über die Auswirkungen des Klimawandels und die Klimaforschung finden Sie bei den nützlichen Links oder in der Rubrik Hintergrundliteratur.
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